Verantwortung statt Rückzug: Wolpert Gruppe begleitet Beckenbach Formen und Modellbau GmbH durch geordnetes Insolvenzverfahren – Alle Arbeitsplätze im Fokus

Insolvenzrechts-Experte Tobias Humpf aus Aalen leitet das Verfahren – Familienunternehmen kämpft gegen unlauteren Wettbewerb durch staatlich subventionierte Konkurrenz aus China

Schönau / Aalen, 29. August 2026. Die Beckenbach Formen- und Modellbau GmbH aus Schönau – ein traditionsreiches Unternehmen im Bereich des Formen- und Modellbaus für die Automobilindustrie – hat beim Amtsgericht Heidelberg einen Insolvenzantrag gestellt. Hinter diesem Schritt steht kein Rückzug, sondern eine bewusste unternehmerische Entscheidung, die von der Gesellschafterin, der Wolpert-Gruppe, aktiv mitgetragen und als Chance für einen Neuanfang verstanden wird. Die Wolpert-Gruppe hat über Jahre hinweg erhebliche finanzielle Mittel in das Unternehmen investiert und steht auch jetzt an dessen Seite. Begleitet wird das Verfahren von Tobias Humpf, Rechtsanwalt und Fachanwalt für Insolvenz- und Sanierungsrecht der Kanzlei Prof. Dr. Baumann und Partner in Aalen. Ziel aller Beteiligten ist es, die vorhandenen Werte zu sichern, den laufenden Geschäftsbetrieb zu stabilisieren und für die Beschäftigten eine tragfähige Zukunftsperspektive zu schaffen.

Ein Unternehmen mit Tradition – und einem strukturellen Problem

Beckenbach steht für handwerkliche Kompetenz, technologische Präzision und langjährige Erfahrung im anspruchsvollen Formen- und Modellbau. Das Unternehmen arbeitet für Kunden und Projekte aus dem Umfeld der Automobilindustrie, darunter international tätige Marken und Zulieferer wie Magna, BMW, Audi, Porsche, Volkswagen und Seat. Rund 50 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie ein Auszubildender bringen täglich ihr Spezialwissen ein. Als Teil der familiengeführten Wolpert-Gruppe mit Sitz in Bretzfeld ist Beckenbach seit Jahrzehnten ein verlässlicher Partner der deutschen Industrie – mit einem klaren Anspruch an Qualität, Präzision und Termintreue. Gerade diese Stärken können jedoch nicht vollständig ausgleichen, was sich in den vergangenen Jahren zu einem tiefgreifenden strukturellen Druck auf den deutschen Werkzeug-, Formen- und Modellbau entwickelt hat. Volatile Abrufe, zurückhaltende Investitionen und ein intensiver globaler Preiswettbewerb treffen hochspezialisierte mittelständische Betriebe besonders hart. Die aktuelle Situation ist deshalb nicht als isolierte betriebliche Entwicklung zu verstehen, sondern als Ausdruck einer Herausforderung, die zahlreiche Unternehmen entlang der automobilen Wertschöpfungskette betrifft.

Staatlich subventionierte Konkurrenz aus China – ein ungleicher Kampf

Nach Einschätzung der Wolpert-Gruppe und vieler Marktteilnehmer ist der internationale Wettbewerb im Werkzeug- und Formenbau zunehmend von erheblichen Verzerrungen geprägt. Insbesondere chinesische Wettbewerber treten am Weltmarkt nach Darstellung der Unternehmensseite mit Preisen auf, die für qualitätsorientierte Produktionsstandorte in Deutschland und Westeuropa vielfach nicht kostendeckend darstellbar sind. Staatliche Unterstützungsmechanismen, unterschiedliche Kostenstrukturen und industriepolitische Rahmenbedingungen können dabei einen Wettbewerbsvorteil schaffen, dem mittelständische Unternehmen kaum allein begegnen können. Die Folgen sind in der gesamten deutschen Automobilzulieferlandschaft sichtbar: Werkzeug- und Formenbauer, Kunststofftechniker und spezialisierte Lieferanten für Hersteller wie BMW, Mercedes-Benz, Volkswagen, Audi oder Porsche berichten seit Jahren von einem außergewöhnlich harten Preis- und Auftragsdruck. Wo höchste Qualität, kurze Reaktionszeiten und tarifgebundene Beschäftigung auf Preise treffen, die unter europäischen Kostenstrukturen kaum erreichbar sind, entsteht kein fairer Wettbewerb. Aus Sicht der Wolpert-Gruppe liegt darin keine betriebliche Fehlleistung, sondern vor allem ein strukturelles und wirtschaftspolitisches Problem. Deutschland und Europa müssen die Frage beantworten, wie industrielle Kompetenz, Innovation und qualifizierte Arbeitsplätze unter global ungleichen Bedingungen nachhaltig geschützt werden können.

Die Wolpert-Gruppe: Ein Familienunternehmen, das Haltung zeigt

Die Wolpert-Gruppe und ihr Gesellschafter Josef Wolpert stehen seit Jahren loyal hinter Beckenbach. Über einen langen Zeitraum wurden erhebliche eigene finanzielle Mittel bereitgestellt, um das Unternehmen trotz widrigster Marktbedingungen zu stabilisieren und Beschäftigung zu sichern. Dieses Engagement ist keineswegs selbstverständlich. Viele Gesellschafter hätten sich in einer vergleichbaren Lage früher zurückgezogen. Die Wolpert-Gruppe hat dagegen Verantwortung übernommen – für ein Unternehmen, für dessen Know-how und vor allem für die Menschen, die dort arbeiten. Diese Haltung prägt auch das laufende Verfahren. Die Gruppe bleibt aktiv eingebunden und prüft verschiedene Möglichkeiten der Unterstützung, etwa bei einer Interims-Betriebsführung, bei der Vorfinanzierung notwendiger Reparaturen oder bei der Fertigstellung laufender Werkzeugaufträge. Im Mittelpunkt steht ein klares Ziel: möglichst alle Arbeitsplätze zu erhalten und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie ihren Familien eine Perspektive zu geben. Für die Wolpert-Gruppe sind Menschen nicht bloße Kennzahlen. Die familiäre Unternehmenskultur, die Verantwortung im regionalen Umfeld und das soziale Miteinander sind wesentliche Bestandteile ihres Selbstverständnisses. Der Insolvenzantrag war daher ein mutiger, aber notwendiger Schritt, um Beckenbach zu retten – nicht, um es aufzugeben.

Tobias Humpf – ein erfahrener Sanierungsexperte an der Seite des Unternehmens

Die rechtliche und strategische Begleitung übernimmt Tobias Humpf von der Kanzlei Prof. Dr. Baumann und Partner in Aalen. Humpf ist Rechtsanwalt sowie Fachanwalt für Insolvenz- und Sanierungsrecht, für Bank- und Kapitalmarktrecht und für Erbrecht. Mit dieser breiten fachlichen Aufstellung und seiner Erfahrung in komplexen wirtschaftsrechtlichen Situationen steht er für einen modernen, lösungsorientierten Ansatz im Insolvenzrecht. Seine Rolle erschöpft sich nicht in formaler Verfahrensbegleitung. Gemeinsam mit dem Unternehmen und der Gesellschafterseite geht es darum, Optionen zu strukturieren, Werte zu bewahren und tragfähige Lösungen für Mitarbeiter, Gläubiger und Gesellschafter zu entwickeln. Humpfs Ansatz ist sanierungsorientiert: Fortführung, Neustart und der Erhalt von Arbeitsplätzen sollen dort Vorrang haben, wo eine wirtschaftlich belastbare Grundlage vorhanden ist. Gerade in schwierigen Situationen sind klare Kommunikation, rechtliche Sorgfalt und konstruktive Verhandlungen entscheidend. Dafür steht Tobias Humpf – mit dem Anspruch, Unternehmen und Menschen eine echte zweite Chance zu eröffnen.

Geordnetes Verfahren – mit dem Ziel: Fortführung und Rettung der Arbeitsplätze

Das Verfahren wird beim Amtsgericht Heidelberg unter dem Aktenzeichen 51 IN 605/26 geführt. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde Rechtsanwalt Steffen Rauschenbusch bestellt. Der Geschäftsbetrieb wird fortgeführt; die rund 50 Beschäftigten und ein Auszubildender sind weiterhin im Einsatz. Damit ist eine wichtige Grundlage geschaffen, um vorhandenes Fachwissen, Kundenbeziehungen und operative Leistungsfähigkeit zu bewahren. Hinzu kommt ein substanzieller Auftragsbestand: Zum Stand 24. August 2026 belief sich dieser auf mehr als 3,2 Millionen Euro. Namhafte Kunden aus der Automobilindustrie sind weiterhin an Bord. Der Betriebsrat ist eingebunden. Diese Faktoren unterstreichen, dass es realistische Ansatzpunkte für eine Fortführung gibt. Angestrebt wird ein geordnetes Verfahren mit einer Übertragungslösung im Wege einer übertragenden Sanierung. Dabei sollen möglichst viele, im Idealfall alle, Mitarbeiter übernommen und die gewachsene Unternehmenskultur erhalten werden. Die Situation verlangt entschlossenes Handeln, bietet aber zugleich eine belastbare Grundlage für Zuversicht.

Ein Appell an die Politik

Der Fall Beckenbach steht exemplarisch für eine ganze Branche. Deutsche und europäische Werkzeug- und Formenbauer, Kunststoffverarbeiter und Automobilzulieferer leisten einen unverzichtbaren Beitrag zu Innovation, Wertschöpfung und Beschäftigung. Sie können ihre Rolle jedoch nur dann dauerhaft erfüllen, wenn faire Wettbewerbsbedingungen gelten. Die Politik ist deshalb aufgerufen, wirksame Instrumente gegen wettbewerbsverzerrende staatlich gestützte Billigangebote aus Fernost zu prüfen und konsequent einzusetzen – durch faire Handelsregeln, geeignete Schutzmaßnahmen und eine europäische Industriepolitik, die strategische Fähigkeiten am Standort sichert. Wer Innovation, Präzision und Qualität „Made in Germany“ erhalten will, muss Rahmenbedingungen schaffen, unter denen diese Unternehmen wirtschaftlich bestehen können. Die Wolpert-Gruppe und Tobias Humpf setzen in dieser Lage ein wichtiges Zeichen: Unternehmerische Verantwortung bedeutet nicht, wegzulaufen, sondern zu gestalten – mit Augenmaß, Mut und Respekt vor den Menschen, die ein Unternehmen tragen.

Ausblick

Das Verfahren bietet die realistische Chance auf einen Neustart. Mit dem Engagement der Wolpert-Gruppe, der Kompetenz von Tobias Humpf, der Mitwirkung des vorläufigen Insolvenzverwalters und dem Willen aller Beteiligten, Arbeitsplätze und Unternehmen zu erhalten, ist eine solide Grundlage für die nächsten Schritte gelegt. Beckenbach ist mehr als eine GmbH: Es ist ein Ort, an dem Menschen arbeiten, Familien ernähren und Zukunft gestalten. Diese Zukunft soll nun in einem geordneten, verantwortungsvollen Verfahren gesichert werden.

Ansprechpartner für Medienanfragen

Tobias Humpf
Rechtsanwalt

Prof. Baumann und Partner mbB
Kanzlei Aalen
Gartenstraße 1
73430 Aalen

Telefon: 07361 78004-0
E-Mail: t.humpf@bp-tax.de

Hitzler & Bender Fahrzeugtechnik GmbH: Vorläufige Insolvenzverwaltung angeordnet – Geschäftsbetrieb wird fortgeführt

Essingen/Aalen, 16. Juli 2026 – Die Hitzler & Bender Fahrzeugtechnik GmbH mit Sitz in Essingen hat am 15. Juli 2026 beim Amtsgericht Aalen einen Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens über ihr Vermögen gestellt. Das Verfahren wird unter dem Aktenzeichen 1 IN 407/26 geführt.

Mit Beschluss vom 16. Juli 2026 hat das Amtsgericht Aalen Sicherungsmaßnahmen angeordnet und Rechtsanwalt Tobias Humpf von Prof. Baumann und Partner mbB, Aalen, zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt.

Prüfung der wirtschaftlichen Situation

Mit der Anordnung der vorläufigen Insolvenzverwaltung soll das Vermögen des Unternehmens gesichert werden. Verfügungen über wesentliche Vermögenswerte bedürfen der Zustimmung des vorläufigen Insolvenzverwalters.

Zugleich wurde der vorläufige Insolvenzverwalter damit beauftragt, die wirtschaftliche Situation des Unternehmens zu prüfen und dem Gericht ein Gutachten zu den Voraussetzungen für die Eröffnung des Insolvenzverfahrens sowie zu den Fortführungsperspektiven vorzulegen. Ziel ist eine geordnete und transparente Klärung der wirtschaftlichen Lage.

Geschäftsbetrieb wird fortgeführt

Die Hitzler & Bender Fahrzeugtechnik GmbH betreibt am Standort Essingen eine Kfz-Werkstatt. Das Leistungsangebot umfasst Reparatur- und Wartungsarbeiten sowie den Handel mit Kraftfahrzeugen und Fahrzeugteilen.

Das Unternehmen beschäftigt eine einstellige Zahl von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, darunter Fachkräfte und Auszubildende aus den Bereichen Kfz-Mechatronik und Service.

Der Geschäftsbetrieb wird derzeit in enger Abstimmung mit der vorläufigen Insolvenzverwaltung fortgeführt. Werkstattleistungen und Serviceangebote stehen Kundinnen und Kunden grundsätzlich weiterhin zur Verfügung. Im Mittelpunkt stehen die Stabilisierung der betrieblichen Abläufe und die Aufrechterhaltung des Tagesgeschäfts, soweit dies wirtschaftlich vertretbar ist.

Löhne, Gehälter und Insolvenzgeld

Zum Zeitpunkt der Antragstellung bestanden gegenüber einzelnen Beschäftigten Lohnrückstände. Die Absicherung der Löhne und Gehälter durch Insolvenzgeld wird derzeit vorbereitet.

Das Insolvenzgeld sichert unter den gesetzlichen Voraussetzungen die Ansprüche der Beschäftigten für einen Zeitraum von bis zu drei Monaten. Die genaue zeitliche Zuordnung richtet sich nach dem weiteren Verlauf des Insolvenzverfahrens. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden über ihre Möglichkeiten informiert und bei der Antragstellung unterstützt.

Ursachen der wirtschaftlichen Schwierigkeiten

Die Ursachen der wirtschaftlichen Schieflage werden im Rahmen der laufenden Prüfung umfassend analysiert. Nach dem derzeitigen Erkenntnisstand haben insbesondere folgende Faktoren zur angespannten Situation beigetragen:

  • eine unzureichende Liquiditätsausstattung,
  • aufgelaufene Verbindlichkeiten gegenüber verschiedenen Gläubigergruppen, insbesondere öffentlichen Kassen und Lieferanten,
  • die kurze Unternehmenshistorie und die damit verbundenen Herausforderungen eines jungen Betriebs in der Aufbauphase.

Eine abschließende Bewertung der Ursachen und etwaiger Verantwortlichkeiten ist erst nach vollständiger Prüfung der Zahlen, Verträge und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen möglich.

Sanierungs- und Fortführungsmöglichkeiten werden geprüft

Die vorläufige Insolvenzverwaltung arbeitet daran, den laufenden Geschäftsbetrieb zu stabilisieren und die wirtschaftliche Lage vollständig zu erfassen. Hierzu werden unter anderem die Beziehungen zu wesentlichen Lieferanten und Dienstleistern abgestimmt sowie unterschiedliche Sanierungs- und Fortführungsmodelle geprüft.

In Betracht kommen insbesondere eine Fortführung am bestehenden Standort, Anpassungen des Geschäftsmodells oder eine Übernahme des Geschäftsbetriebs durch einen Investor.

Die vorläufige Insolvenzverwaltung führt bereits vertrauliche Gespräche mit mehreren Interessenten, darunter potenzielle Investoren und Geschäftspartner. Ziel ist es, das Unternehmen wirtschaftlich zu stabilisieren, den Standort nach Möglichkeit zu sichern und möglichst viele Arbeitsplätze zu erhalten.

Die Gespräche befinden sich noch in einem frühen Stadium. Verbindliche Zusagen oder konkrete Ergebnisse liegen derzeit nicht vor. Aus Gründen der Vertraulichkeit können weder die Namen einzelner Interessenten noch Details der Verhandlungen veröffentlicht werden.

Auch Kunden, Lieferanten und weitere Geschäftspartner werden schrittweise in den Prozess eingebunden, um tragfähige Lösungen für eine Fortführung des Betriebs zu entwickeln und die Auswirkungen der Insolvenz möglichst zu begrenzen.

Derzeit keine Entscheidungen über Stellenabbau

Konkrete Entscheidungen über einen Stellenabbau wurden bislang nicht getroffen. Vorrangiges Ziel ist es, den Geschäftsbetrieb zu stabilisieren und auf Grundlage einer fundierten wirtschaftlichen Analyse ein tragfähiges Sanierungs- oder Fortführungskonzept zu entwickeln.

Ob und in welchem Umfang personelle Anpassungen erforderlich werden, hängt insbesondere vom künftigen Geschäftsmodell, der verfügbaren Finanzierung sowie vom Ergebnis der Investoren- und Gläubigergespräche ab.

Der Standort Essingen und die dortigen Betriebsflächen spielen bei der Prüfung der Zukunftsperspektiven eine zentrale Rolle. Die vertragliche und wirtschaftliche Situation der Betriebsimmobilie wird daher in die Gesamtbetrachtung einbezogen. Entscheidungen hierzu können erst nach Abschluss der laufenden Untersuchungen und Gespräche getroffen werden.

Nächste Schritte im Verfahren

Zu den nächsten wesentlichen Schritten gehören:

  • die Erstellung eines Gutachtens zum Vorliegen eines insolvenzrechtlichen Eröffnungsgrundes,
  • die Prüfung, ob das vorhandene Vermögen zur Deckung der Verfahrenskosten ausreicht,
  • die Bewertung der Sanierungs- und Fortführungsperspektiven,
  • die Vorlage des Gutachtens beim Amtsgericht Aalen,
  • die anschließende Entscheidung des Gerichts über die Eröffnung des Insolvenzverfahrens.

Im Falle einer Verfahrenseröffnung wird das Gericht unter anderem die weiteren Termine und die Fristen für die Anmeldung von Forderungen festlegen.

Der Zeitpunkt der gerichtlichen Entscheidung hängt vom Umfang der erforderlichen Prüfungen und vom weiteren Verfahrensverlauf ab.

Sachliche und transparente Kommunikation

Die vorläufige Insolvenzverwaltung legt Wert auf eine sachliche, sorgfältige und transparente Kommunikation. Gleichzeitig sind die berechtigten Interessen des Unternehmens, seiner Beschäftigten, Kunden und Gläubiger sowie die gesetzlichen Datenschutz- und Vertraulichkeitsanforderungen zu beachten.

Personenbezogene Daten, konkrete Einzelbeträge und vertrauliche Vertragsinhalte werden daher nicht öffentlich bekannt gegeben. Die öffentliche Kommunikation konzentriert sich auf den Stand des Verfahrens, die Fortführung des Geschäftsbetriebs und die allgemeinen Sanierungsperspektiven.

Über wesentliche weitere Entwicklungen wird zu gegebener Zeit informiert.

Ansprechpartner für Medienanfragen

Tobias Humpf
Rechtsanwalt
Vorläufiger Insolvenzverwalter der Hitzler & Bender Fahrzeugtechnik GmbH

Prof. Baumann und Partner mbB
Kanzlei Aalen
Gartenstraße 1
73430 Aalen

Telefon: 07361 78004-0
E-Mail: t.humpf@bp-tax.de

Investorensuche gestaltet sich schwieriger

Interview Insolvenzverwalter Tobias Humpf erklärt, warum die Zahl der Insolvenzen auch auf der Ostalb steigt, welche Branchen besonders betroffen sind und wie ein Insolvenzverwalter arbeitet. Von Robert Schwarz

Die schlechte konjunkturelle Lage macht vielen Betrieben zu schaffen.
Die Zahl der Insolvenzen im Land steigt. Insolvenzverwalter Tobias Humpf erklärt die Hintergründe und warum die Investorensuche immer schwieriger wird.

Herr Humpf, die Zahl der Insolvenzen in Deutschland steigt. Sie betreuen in der Region derzeit mehrere Verfahren. Wie ist die Lage auf der Ostalb?

Tobias Humpf: Die Lage auf der Ostalb spiegelt den bundesweiten Trend wider: Die Zahl der Unternehmensinsolvenzen steigt. Während wir in den vergangenen Jahren durch staatliche Hilfen und günstige Finanzierungsbedingungen eine historisch niedrige Insolvenzquote hatten, sehen wir nun eine Rückkehr zu normalen, wenn nicht sogar überdurchschnittlichen Insolvenzzahlen. Besonders betroffen sind Unternehmen, die durch hohe Energiekosten, gestiegene Zinsen und eine insgesamt schwache Wirtschaftslage unter Druck geraten sind.

„Viele Betriebe kämpfen inzwischen mit sinkenden Margen und höheren Fixkosten.“
Tobias Humpf, Insolvenzverwalter

Welche Branchen sind besonders betroffen?

Besonders betroffen ist aktuell zum einen die Bau- und Immobilienbranche. Durch die gestiegenen Zinsen haben viele Bauprojekte gestoppt. Gleichzeitig halten sich Käufer und Investoren zurück. Auch im Einzelhandel haben viele Betriebe zu kämpfen. Der strukturelle Wandel durch den Online-Handel und die Zurückhaltung der Verbraucher aufgrund der Inflation setzen insbesondere kleinere und mittelgroße Händler unter Druck.

Ebenso ist die Industrie und hier die Automobilzulieferer betroffen. Viele Zulieferer leiden unter der schwachen Nachfrage, hohen Energiekosten und der Transformation zur Elektromobilität. Unternehmen, die stark vom Verbrennungsmotor abhängig sind, stehen vor großen Herausforderungen.

Und nicht zuletzt leidet derzeit die Gastronomie unter gestiegenen Lebensmittel- und Personalkosten sowie unter der Zurückhaltung vieler Verbraucher, die aufgrund der Inflation seltener essen gehen. Hinzu kommen hohe Energiepreise, Fachkräftemangel und teilweise Nachwirkungen der Pandemie. Viele Betriebe kämpfen inzwischen mit sinkenden Margen und höheren Fixkosten, sodass selbst gut geführte Restaurants zunehmend unter Druck geraten.

Mit welchen Problemen haben die Firmen aktuell zu kämpfen? Was stürzt sie in die Insolvenz?

Es gibt mehrere Faktoren, die Unternehmen in die Insolvenz treiben: Liquiditätsengpässe durch ausbleibende Zahlungen und gestiegene Finanzierungskosten sind ein Faktor. Kosten für Energie, Personal und Rohstoffe ein weiterer.

Insbesondere in der Bau- und Zulieferbranche gehen derzeit die Aufträge zurück. Viele Firmen leiden auch unter fehlenden Finanzierungsmöglichkeiten aufgrund der gestiegenen Zinsen. Und schlussendlich sind viele Probleme persönlicher Natur: etwa mangelnde unternehmerische Fähigkeiten und Fehleinschätzungen von Risiken in den Firmen. Dazu gehören aber ebenfalls private Schicksalsschläge – und manchmal ist es auch einfach nur Pech, die Unternehmer unerwartet treffen können.

Bei einer Insolvenz ist die Rettung häufig nur mit neuem Investor möglich. Die konjunkturelle Lage ist mau. Wie wirkt sich das auf die Investorensuche aus?

Die Investorensuche gestaltet sich aktuell schwieriger als in vergangenen Jahren. Strategische Investoren – also Unternehmen aus der gleichen Branche – zeigen weiterhin Interesse, wenn sie Synergien sehen. Schwieriger ist es, Finanzinvestoren zu gewinnen, da die Risikoabwägung aktuell kritischer ausfällt. Banken sind bei der Finanzierung von Übernahmen ebenfalls vorsichtiger geworden. Hier beobachten wir auch mit renommierten, leistungsfähigen Dienstleistern zusammen.

Ein Unternehmen meldet Insolvenz, das Gericht beruft Sie zum vorläufigen Insolvenzverwalter. Was tun Sie als Erstes?

Erstes Ziel ist es, den Betrieb so lange wie möglich zu stabilisieren. Konkret bedeutet das: zuerst die Bestandsaufnahme. Wir verschaffen uns einen Überblick über Liquidität, laufende Aufträge und Auftragslage. Besonders wichtig sind vor allem die Schuldverhältnisse.

Danach suche ich das Gespräch mit der Geschäftsleitung und den Mitarbeitern. Bei Insolvenz ist transparente Kommunikation enorm wichtig, um Unsicherheiten zu reduzieren. Der nächste Schritt ist die Sicherung der Liquidität: Wir prüfen, ob Mittel vorhanden sind oder ob kurzfristige Finanzierungen oder Insolvenzgeld erforderlich sind.

Im Anschluss suchen wir das Gespräch mit den Kunden, um Vertrauen von Kunden und Lieferanten herzustellen und Stornierungen zu vermeiden. Falls eine Rettung möglich ist, folgt dann die Erarbeitung des Sanierungsplans.

Fortführung des Geschäftsbetriebs der Kaiser Nachhaltig Heizen GmbH

Nach der Eröffnung des vorläufigen Insolvenzverfahrens über die Kaiser Nachhaltig Heizen GmbH in Gerstetten wurde der erfahrene Rechtsanwalt Tobias Humpf, Fachanwalt für Insolvenzrecht, zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt. Humpf ist spezialisiert auf Unternehmensfortführungen und Sanierungen und wird sich aktiv für den Erhalt und die Stabilisierung der Kaiser GmbH einsetzen. Als Experte für Insolvenz- und Sanierungsrecht arbeitet RA Humpf, mit seinem Team um Wirtschaftsjuristen Tobias Nagel derzeit an der Rettung.

Das Unternehmen, das sich auf nachhaltige Heizlösungen wie Wärmepumpen, Solarenergie und moderne Festbrennstoffe spezialisiert hat, wird trotz des Insolvenzverfahrens weiterhin den Geschäftsbetrieb uneingeschränkt aufrechterhalten. Die Priorität liegt nun darauf, die Arbeitsplätze der Mitarbeitenden zu sichern und die bisherigen Kundenbeziehungen sowie laufenden Projekte stabil fortzuführen.

Dank der positiven Entwicklungsaussichten und des attraktiven Produktportfolios sieht Humpf gute Chancen für eine nachhaltige Lösung und einen potenziellen Neustart. Zudem wird ein strukturierter Investorenprozess gestartet, um die Kaiser GmbH auf eine gesicherte wirtschaftliche Basis zu stellen. Die Aufrechterhaltung des Geschäftsbetriebs und die Weiterführung der Dienstleistungen, insbesondere im Bereich erneuerbare Energien, sind zentrale Ziele dieses Verfahrens.

Die Kaiser Nachhaltig Heizen GmbH bietet Lösungen zur umweltfreundlichen Beheizung von Wohnhäusern und holzverarbeitenden Betrieben. Die Dienstleistungen des Unternehmens in

den Bereichen Holzheizungen, Wärmepumpen und Solarenergie haben sich über die Jahre in der Region einen exzellenten Ruf erarbeitet. Durch das Know-how des Unternehmens und das Engagement der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bleibt die Kaiser GmbH ein starker Partner für nachhaltige Heizungslösungen.

„Unser Ziel ist es, den Fortbestand des Unternehmens und die Arbeitsplätze zu sichern und Kaiser Nachhaltig Heizen GmbH zukunftsfähig aufzustellen,“ so Humpf. „Gemeinsam mit den Mitarbeitenden werden wir in den kommenden Wochen an einer Sanierungslösung arbeiten, die den Grundstein für eine erfolgreiche Zukunft des Unternehmens legt.“

Insolvenz der FTI Touristik GmbH

Sehr geehrter Mandant,

ich verstehe, dass Sie Informationen zu den Möglichkeiten im Rahmen des Insolvenzverfahrens der FTI Gruppe benötigen. Hier sind die wichtigsten Punkte:

  1. Insolvenz der FTI Touristik GmbH: Am 3. Juni 2024 hat die FTI Touristik GmbH, die Obergesellschaft der FTI Group, einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt1. Dies betrifft alle bei FTI Touristik GmbH gebuchten Leistungen.
  2. Betroffene Marken und Leistungen:
    • Die Marke FTI in Deutschland, Österreich und den Niederlanden
    • Die Marke 5vorFlug in Deutschland
    • Die BigXtra Touristik GmbH
    • Mietfahrzeugs-Marken wie DriveFTI, Cars&Campers und Meeting Point Rent-a-Car
    • Nicht betroffen sind Leistungen, die bei Drittanbietern (wie TUI, Alltours, DERTOUR) über die Portale der FTI Touristik GmbH oder der BigXtra Touristik GmbH sowie sonnenklar.TV gebucht wurden
  3. Reisen, die bereits begonnen haben:
    • Wenn Sie sich bereits auf einer Pauschalreise befinden (Kombination aus Hotelübernachtungen und Flug), sollten Sie sich an das Service-Team wenden, um individuelle Informationen zu erhalten2.

Bitte beachten Sie, dass die Situation sich weiterentwickeln kann. Ich empfehle Ihnen, die offiziellen Mitteilungen der FTI Group und die FAQs auf deren Website zu verfolgen. Bei weiteren Fragen stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen, Ihr Fachanwalt für Insolvenzrecht

Signa Holding Insolvenz

Als Mitglieds-Kanzlei der DIRO gibt es spannende Entwicklungen auch für uns! Dr. Christof Stapf aus unserer Wiener DIRO-Kanzlei Stapf Neuhauser Rechtsanwälte OG spielt eine entscheidende Rolle im Sanierungsverfahren der Signa Holding – der größten Pleite in der österreichischen Geschichte. Mit einer Quote von 30 Prozent für die Gläubiger und der Neustrukturierung von 390 Unternehmen in Österreich, werden anspruchsvolle Herausforderungen im mittleren dreistelligen Millionenbereich bewältigt.

Für vertiefende Einblicke empfehlen wir den JUVE Verlag-Artikel: https://www.juve.de/oesterreich/signa-geht-mit-stapf-neuhauser-und-jaufer-in-sanierungsverfahren/

Foto: Annette Kamps / JUVE Verlag

AEROTEXX SOLUTIONS: Kältetechnik-Sparte geschlossen, Pharma-Sparte gerettet

Lorch, 29. September 2023 – Die AEROTEXX SOLUTIONS GmbH, ein Spezialist für Planung, Entwicklung und Herstellung von lufttechnischen Anlagen insbesondere der Raumlufttechnik sowie der Prozesslufttechnik, hat Insolvenz angemeldet. Der Geschäftsbetrieb wurde am 25. Juli 2023 vorläufig gebremst.

Kältetechnik-Sparte geschlossen

Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde Rechtsanwalt und Fachanwalt für Insolvenzrecht, Tobias Humpf von der Kanzlei „Prof. Dr. Baumann + Partner“ bestellt. Dieser stand ab Januar, mit seinem Team um Wirtschaftsjurist L.L.M. Tobias Nagel, vor der großen Aufgabe einen Investor für die insolvente Aerotexx zu finden. Der vollständige Verkauf und der Erhalt der Arbeitsplätze durch den Insolvenzverwalter– ein wichtiger Schritt für die bestmögliche Befriedigung der Gläubiger. Unmittelbar nach Anordnung der vorläufigen Insolvenzverwaltung durch das Insolvenzgericht Aalen wurde mit potentiellen Investoren Kontakt aufgenommen, um eine übertragene Sanierung zu bewerkstelligen. Zudem wurde versucht weitere Aufträge zu gewinnen.

Nach langatmigen und diskussionsreichen Verhandlungen vertieften sich die Kaufvertragsverhandlungen mit zwei Investoren auf diese man sich schließlich konzentrierte. Diese nahmen jedoch, kurzfristig und unvorhersehbar von dem Unternehmenskauf Abstand.

Nach intensiven Bemühungen konnte für die Kältetechnik-Sparte kein Interessent gefunden werden. Dieser Teilbetrieb musste daher geschlossen werden, so Insolvenzverwalter Tobias Humpf. Die 10 Mitarbeiter in diesem Bereich wurden entlassen.

Gründe für die Schließung der Kältetechnik-Sparte

Die Schließung der Kältetechnik-Sparte war auf mehrere Faktoren zurückzuführen. Zum einen war der Markt für Kältetechnik in den letzten Jahren rückläufig. Zum anderen hatte die AEROTEXX SOLUTIONS GmbH in diesem Bereich in den letzten Jahren Verluste gemacht. Es konnten unzureichende Kundenaufträge akquiriert werden.

Pharma-Sparte gerettet

Die Pharma-Sparte konnte hingegen gerettet werden. Sie wurde an ein Unternehmen aus der Region kurzfristig veräußert. Die 7 Mitarbeiter in diesem Bereich wurden übernommen.

Gründe für die Rettung der Pharma-Sparte

Die Pharma-Sparte war in den letzten Jahren profitabel und hatte ein gutes Auftragsbuch. Das Unternehmen aus der Region, an das die Pharma-Sparte veräußert wurde, ist ein Spezialist für die Herstellung von pharmazeutischen Anlagen und hat sich verpflichtet, die Arbeitsplätze der 7 Mitarbeiter zu erhalten.

„Wir bedauern sehr, dass wir die Kältetechnik-Sparte schließen mussten“, sagte Humpf. „Leider konnten die Mitarbeiter in Ermangelung von Aufträgen nicht erhalten werden.“

Die Firma AEROTEXX SOLUTIONS GmbH muss Insolvenz anmelden

Die Spezialistin für Planung, Entwicklung und Herstellung von lufttechnischen Anlagen insbesondere der Raumlufttechnik sowie der Prozesslufttechnik musste aufgrund von Zahlungsunfähigkeit einen Insolvenzantrag beim zuständigen Amtsgericht Aalen stellen.

Die Insolvenzzahlen sind im vergangenen Jahr erheblich gestiegen. Hohe Energiekosten und steigende Zinsen belasten die Unternehmen. Nun ist auch die AEROTEXX SOLUTIONS GmbH zahlungsunfähig.

Am vergangenen Montag wurden die 21 Mitarbeiter über den Insolvenzantrag informiert.

Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde Rechtsanwalt und Fachanwalt für Insolvenzrecht Tobias Humpf von der Kanzlei Prof .Baumann + Partner in Aalen/ bestellt. Damit sind Verfügungen nur noch mit Zustimmung des vorläufigen Insolvenzverwalters Tobias Humpf wirksam. Nach heutigem Kenntnisstand wird das vorläufige Insolvenzverfahren voraussichtlich bis Ende September andauern. Danach wird über den weiteren Verfahrensgang entschieden.

Geschäftsbetrieb. Der Geschäftsbetrieb wird während der Dauer des vorläufigen Insolvenzverfahrens fortgeführt

„Wir prüfen derzeit die Sanierungsfähigkeit“, erklärt der vorläufige Insolvenzverwalter Tobias Humpf. „Die Geschäftsführung wird zusammen mit Gläubigern und Banken die Sanierung fortsetzen, um das Unternehmen zukunftsfähig zu machen und nachhaltig neu aufzustellen. Mit seinem Team um die Wirtschaftsjuristen Nagel und Neurauter, sowie Steuerberatern und Rechtsanwälten soll alles daran gesetzt werden die 21 Arbeitsplätze und die verschiedenen Standorte zu erhalten.

Neustart für die Klingler Bau GmbH

Die Klingler Bau GmbH mit Sitz in Michelfeld musste aufgrund von fehlender Liquidität im Januar Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens stellen. Zum Geschäftsgegenstand dieser gehörten die Durchführung von Hoch-, Tief- und Komplettbauarbeiten aller Art.

Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde Rechtsanwalt und Fachanwalt für Insolvenzrecht, Tobias Humpf von der Kanzlei „Prof. Dr. Baumann + Partner“ bestellt. Dieser stand ab Januar, mit seinem Team um Wirtschaftsjurist L.L.M. Tobias Nagel, vor der großen Aufgabe einen Investor für die insolvente Klingler Bau GmbH zu finden. Der vollständige Verkauf und der Erhalt der Arbeitsplätze durch den Insolvenzverwalter– ein wichtiger Schritt für die bestmögliche Befriedigung der Gläubiger.

Unmittelbar nach Anordnung der vorläufigen Insolvenzverwaltung durch das Insolvenzgericht Heilbronn wurde mit potentiellen Investoren Kontakt aufgenommen, um eine übertragene Sanierung zu bewerkstelligen.

Nach langatmigen und diskussionsreichen Verhandlungen vertieften sich die Kaufvertragsverhandlungen mit einem Investor auf den man sich schließlich konzentrierte. Dieser nahm jedoch, kurzfristig und unvorhersehbar von dem Unternehmenskauf Abstand.

Daraufhin wurden alle Hebel in Bewegung gesetzt um in knapp zwei Wochen einen neuen Investor zu finden, vor allem um alle Arbeitsplätze erhalten zu können. Insgesamt war Herr Humpf mit neu Investoren im Gespräch. Es fanden zahlreiche zeitaufwendige Telefonate und Gespräche statt um einen Unternehmenskauf doch noch zu bewerkstelligen.

Von den neun Investoren verfestigte sich das Kaufinteresse von einem Investor derart, dass es mit diesem, zu erneuten Kaufvertragsverhandlungen und Besichtigungen der Baustellen kam.  Am Ende aller Verhandlungsgespräche konnte glücklicherweise die Hitz Tiefbau GmbH & Co. KG als Käuferin gefunden werden.

„Wir waren von Beginn an der Überzeugung, dass die Unternehmen eine Zukunft haben und dass es Optionen für die Fortführung gibt. Für den gesamten Baubereich, haben wir jetzt nach umfangreichen und intensiven Verhandlungen mit zahlreichen Interessenten eine Lösung realisiert.“, so Humpf.

Besonders erfreulich sei an dieser übertragenden Sanierung, dass es innerhalb eines sehr engen Zeitfensters gelungen sei, ein für alle Parteien – besonders natürlich die Gläubiger – gutes Ergebnis zu realisieren. Auch die Ausgangssituation sei nicht ganz alltäglich gewesen, betont Humpf. „Die Sanierung eines Unternehmens ist immer unser vorrangiges Ziel, das wir häufig auch erreichen. Damit stellen wir die bestmögliche Gläubigerbefriedigung sicher“, verweist der Insolvenzverwalter auf die hohe Sanierungsquote seiner Kanzlei; seit Anfang des Jahres 2009.

Die Kanzlei Prof. Baumann und Partner mit 90 Mitarbeitern berät Unternehmen aller Branchen mit Jahresumsätzen von 1 Mio. bis 1500 Mio. € in rechtlichen und steuerlichen Fragen.

Herr Rechtsanwalt Tobias Humpf, Fachanwalt für Insolvenz und Sanierungsrecht, sowie Bank- und Kapitalmarktrecht, führt seit mehr als 20 Jahren über 1.000 Fälle zu erfolgreichen Ergebnissen.

„Da wir die typischen Probleme dieser Unternehmen und deren Familien bestens kennen, sind wir der richtige Ansprechpartner jetzt und in Zukunft.
Unternehmerisch denken und sprechen – dies nicht nur als rechtlicher Berater, sondern auch wirtschaftlicher Berater.“

SBS Maschinenfabrik GmbH : Unternehmenserhalt geglückt – Käufer gefunden

Die in der Corona- Krise in die Insolvenz gerutschte SBS Maschinenfabrik GmbH hat mithilfe von Insolvenzverwalter, Rechtsanwalt und Fachanwalt für Insolvenzrecht Tobias Humpf  und seinem Team Wirtschaftsjurist L.L.M. Tobias Nagel und Rechtsanwältin Miriam Humpf einen finanzkräftigen Investor gefunden. Nachdem im Dezember 2022 Insolvenzantrag gestellt wurde, und RA Humpf und seinem Team ein Insolvenzgeldzeitraum von nur wenigen Wochen zur Verfügung stand, musste schnellstmöglich ein neuer Investor gefunden werden um den Geschäftsbetrieb zu sanieren. Nach Gesprächen mit zahlreichen Interessenten hat sich der Gläubigerausschuss für einen Investor entschieden, der die Maschinenfabrik mit Standort in Aalen übernahm und zukünftig weiterführen wird. Der Investor hat das interessanteste Fortführungskonzept sowie das tragfähigste Angebot unterbreitet womit ein Betriebsübergang gewährleistet werden kann. Alle mit dem Unternehmen verbundene Arbeitsplätze konnten somit erhalten werden.

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