Diesel-Abgasskandal geht in die 2. Runde

Diesel Abgas-Skandal

Für Autofahrer, die Eigentümer eines Diesel-Fahrzeugs aus dem VW-Konzern sind (VW, Seat, Audi, Skoda), war der 31.12.2019 ein wichtiges Datum. Denn nach der Rechtsauffassung der meisten Juristen verjährten Ansprüche aus dem Diesel-Abgasskandal spätestens mit Ablauf dieses Datums, wobei auch die Verjährungsfrage umstritten ist und auch bei VW-Kunden noch nicht in jedem Fall Verjährung eingetreten sein muss.

Noch nicht verjährt sind hingegen mögliche Ansprüche gegen andere Hersteller, unter anderem gegen die Mercedes-Benz AG. Hier nimmt der Diesel-Abgasskandal jetzt erst richtig Fahrt auf.

Bei Ansprüchen gegen VW war die Rechtslage zuletzt –trotz einer nach wie vor ausstehenden BGH-Entscheidung- recht eindeutig. VW hatte eingeräumt, bewusst manipuliert zu haben, indem eine Abschalteinrichtung in der Motoren-Steuerungssoftware ihrer Diesel-Fahrzeuge verwendet wurde, die erkennt, ob sich das Fahrzeug im Prüfstand befindet, ob also gerade ein Abgastest durchgeführt wird oder nicht. Sobald die Software dies erkennt, wird ausreichend AdBlue® eingespritzt und die vorhandenen Katalysatoren werden in vollem Umfang genutzt. Somit werden die vorgegebenen Abgaswerte im Testbetrieb eingehalten, im Normalbetrieb werden sie hingegen deutlich überschritten. Deshalb entschieden die Landgerichte und Oberlandesgerichte landauf, landab ganz überwiegend zugunsten der Autofahrer und die Kaufverträge konnten rückabgewickelt werden.

Bei Mercedes ist die Rechtslage noch nicht ganz so klar, denn der Autobauer bestreitet nach wie vor, in unzulässiger Weise manipuliert zu haben. Im Jahr 2019 ergingen jedoch auch gegen Mercedes erstmals einige Urteile, die den Autokäufern Recht gaben und ihnen so die Rückgabe ihrer Fahrzeuge gegen Zahlung von Schadensersatz ermöglichten. Dabei stellten die Gerichte auf den unzulässigen Einsatz sogenannter ‚Thermofenster‘ ab, welche im Ergebnis ebenfalls eine unzulässige Abschalteinrichtung darstellen sollen, durch die die Kunden vorsätzlich getäuscht wurden.

Auch die Erfolgsaussichten für Klagen gegen die Mercedes Benz AG und andere Hersteller werden also immer besser!

Lassen Sie auch Ihr Fahrzeug prüfen!

Wenn Sie geprüft haben möchten, ob Ihr Fahrzeug vom Diesel-Abgasskandal betroffen ist und ob Sie dieses möglicherweise zurückgeben können, wenden Sie sich gerne an Rechtsanwältin Frau Natalie Pfeifle-Dirschka, Tel. 07361/780040 oder n.pfeifle-dirschka@bp-tax.de. Wir sind keine Großkanzlei, bei denen Ihr Fall einer unter Tausenden ist, sondern werden uns individuell, persönlich und direkt um Ihr Anliegen kümmern.

Nahender Brexit stürzt Firma in Insolvenz

 

26.11.2019 – Es klingt wie eine unbedeutende Randnotiz, macht aber deutlich, wie der bevorstehende Brexit auch die heimische Wirtschaft durcheinanderwirbeln könnte: Die HM Sandstrahl- und Industrietechnik GmbH aus Hüttlingen hat Insolvenz angemeldet.

Das Unternehmen beschäftigt sich mit dem Vertrieb von Sandstrahl-, Schweiß- und Drucklufttechnik-Artikeln. Außerdem haben die Mitarbeiter von HM Sandstrahl- und Industrietechnik selbst Sandstrahlleistungen auf Baustellen erbracht.

Zum Zeitpunkt der Insolvenzmeldung war bei der HM Sandstrahl- und Industrietechnik neben dem Geschäftsführer nur noch eine weitere Person beschäftigt.

Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde der Aalener Rechtsanwalt Tobias Humpf bestellt. Seine Prognose für das Unternehmen ist positiv: „Ich habe bereits mit einem möglichen Investor Kontakt aufgenommen, der am Kauf des Unternehmens Interesse zeigt“, sagt Humpf. Der Investor könnte die HM Sandstrahl- und Industrietechnik mit ihren Mitarbeitern möglicherweise im Rahmen eines sogenannten Asset Deals, bei dem die Wirtschaftsgüter einzeln übertragen werden, übernehmen.

Den Artikel können Sie hier komplett lesen: https://www.gmuender-tagespost.de/1844056

Weinauktion: Hochwertigste Weine aus Insolvenz ersteigern

Ein edler Tropfen, egal ob Weißwein, Rotwein, Crémant oder Rosé, verzückt so manchen Gaumen. Preisgekrönte Weine der Spitzenklasse haben ihren Ursprung oftmals in Frankreich, denn kein zweites Land bietet eine derart vielfältige Weinanbautradition wie unser westlicher Nachbar. Gründe dafür gibt es viele, unter anderem die Mischung aus idealen klimatischen Bedingungen sowie optimale Böden, die beste Trauben hervorbringen. So mancher Weinliebhaber schaut deshalb auch mal über den Tellerrand, um erlesene Weine in seine persönliche Sammlung zu überführen. Versteigerungen eignen sich optimal, da hier eine selten anzutreffende Vielfalt aus Rebsorten und Jahrgängen gegeben ist, die keine Wünsche offenlässt.

In der Weinauktion bei HÄMMERLE: Mehr als 120 Kisten Premium Château aus einem Insolvenzverfahren

Insolvenzverwalter Tobias Humpf von der Kanzlei Baumann + Partner hat mit Hämmerle den richtigen Partner für die Versteigerung gefunden. Namhafte Weingüter wie das Château Mouton-Rothschild, das Château d’Yquem, Château Cheval Blanc oder auch Heidsieck sind jedem Weinliebhaber garantiert ein Begriff. Sie stehen für teils jahrhundertealte Weinanbautraditionen, preisgekrönte Jahrgänge und zieren regelmäßig die internationalen Hitlisten der teuersten Weine der Welt. Wie wäre es, wenn sich ein solcher Schatz in der HÄMMERLE Weinauktion wiederfindet, die bis zum 18.10.2019 stattfindet und bei der über 120 Kisten Premium Château unter den Hammer kommen. Mit Sicherheit keine schlechte Gelegenheit für alle Sammler und Freunde des feuchten Gaumens, um einfach mal vorbeizuschauen und mitzubieten.

Wir haben das Privileg, die Schatztruhe eines insolventen Unternehmens zu verwerten und insgesamt mehr als 120 Kisten á sechs oder zwölf Flaschen in unsere aktuelle Weinauktion zu bringen. Das Ganze findet als Online-Auktion statt und wird durch HÄMMERLE als öffentlich bestellten und vereidigten Auktionator geleitet. Wir stellen eine ordnungsgemäße Auktion treuhänderisch sicher.

Hier ein kleiner Auszug aus dem Konvolut an Weinen verschiedener Weingüter, die bei der HÄMMERLE Auktion am 18.10.2019 an den Höchstbietenden gehen:

Weitere Informationen zur Auktion finden Sie hier: https://www.haemmerle.de/de/objekte/au-1551/hochwertigste_weine_aus_frankreich?Lstatus=1

Investor für Süddeutsche Service gefunden

Aalener Investor wird sich mehrheitlich an Aalener Logistikdienstleister beteiligen

Die Süddeutsche Service GmbH ist gerettet. Nur eine gute Woche, nachdem das Unternehmen beim Amtsgericht Aalen die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens beantragt hat, konnte der Insolvenzverwalter Tobias Humpf einen Investor finden. Damit sind fast alle der rund 100 Arbeitsplätze des Aalener Unternehmens gesichert.

Das Süddeutsche Service war in Schieflage geraten, vor allem weil ein Hauptkunde neue Preise für Dienstleistungen vorgegeben hat, zu denen das Unternehmen kaum noch wirtschaftlich agieren konnte. Die rund 200 Mitarbeiter liefern und montieren Elektrogroßgeräte sowie TV- und Hi-Fi-Geräte für große Elektrofachmarktketten in sechs Bundesländern. Von der Insolvenz ist nur der Betrieb in Aalen mit 87 Mitarbeitern betroffen, nicht das Schwesterunternehmen in München.

„Ich freue mich, dass wir mit Tufan Yildiz in so kurzer Zeit einen Investor für die Süddeutsche Service finden konnten. Dies zeigt, dass viel Potenzial in diesem Unternehmen steckt. Der neue Mehrheitseigner bringt nicht nur finanzielle Mittel mit, sondern auch Management-Know-how. Damit dürfte sich die Süddeutsche Service wieder gut am Markt positionieren können“, erklärt Rechtsanwalt Tobias Humpf von der Kanzlei Prof. Dr. Baumann + Partner, der zum Insolvenzverwalter im Verfahren bestellt wurde.

„Das Geschäftsmodell der Süddeutsche Service hat Zukunft, davon sind wir überzeugt. Wir werden interne Prozesse neu aufsetzen und zusätzliche Kunden akquirieren; erste Gespräche hierzu scheinen Erfolg zu versprechen. Auf die Zusammenarbeit mit dem Team der Süddeutsche Service freuen wir uns“, so der neue Gesellschafter Tufan Yildiz und der neue Geschäftsführer und Murat Bakir.

Die Betriebsausgaben und die Gehälter für den Juni werden bereits wieder aus dem laufenden Betrieb finanziert bzw. sind über Kreditversicherungen abgedeckt.

Über die Süddeutsche Service

Die Süddeutsche Service GmbH hat sich auf die Auslieferung und Montage von Elektrogroßgeräten, TV- und Hi-Fi-Geräten spezialisiert und bietet diese Dienstleistung seit 2008 insbesondere großen Elektrofachmarktketten in sechs Bundesländern an. Rund 200 Mitarbeiter führen fachmännische Elektroinstallationen und Schreinerarbeiten aus, ein Online-Logistik-Buchungssystem sorgt für zuverlässige und termingerechte Lieferung. Der Fuhrpark besteht aus mehr als 120 Transportern.